Sind die CoopKinder “Obernutten”?
03.Jan.12
@SuFranke geht nach der Obermuttener Ernüchterung dem potentiell nächsten Agentur-Versteckspiel genauer auf den Grund – den @CoopKindern.
Zur Erinnerung: Der sympathische Gemeindepräsident von “Obermutten”, einem Dorf mit 80 Einwohnern im Graubünden, hat eine Facebook-Aktion lanciert. Nur stand nicht er hinter der Aktion sondern eine Werbe-Agentur. Die Kampagne mit Graubünden Tourismus hat zwar globale Reichweite erlangt, aber aus Sicht einer nachhaltigen Kampagne und der verpassten Community Building Chance versagt.
Su Franke, Ihres Zeichens Corporate Communicatorin, hat die @CoopKinder interviewt. Anonym über ein Google Doc und einer nicht nachverfolgbaren Gmail-Adresse. Auf Ihren Artikel habe ich folgenden Kommentar beigetragen und die coopKinder haben auch promt reagiert:
Danke @su für Deinen Beitrag.
Der Druck auf die CoopKinder steigt nun mit dem Kommentar von SL (Namenskürzel von einem der coopKinder). Man wünscht sich, nicht enttäuscht zu werden und die “crazy story” von Superusern, die aus eigenem Antrieb eine Brand Community aufbauen, erleben zu dürfen. Und ja, es gibt sie, die Superuser! Nur sind sie eine rare Spezies und der Zeitpunkt, wann sie sich zeigen, ist selten planbar. Diesmal kommen sie also selbstmotiviert, weil ihr Lieblings-Detailhändler Social Media zu verschmähen scheint. Wahrscheinlich befindet sich Coop gerade in der “listening-phase” (Monitoring) einer ausgeklügelten Social Media Strategie. Es würde der Schweiz gut stehen, im ganzen Likers-Sammel-Wahn der Marketingabteilungen eine Superuser-Romanze mit einer der grössten nationalen Marken vorzeigen zu können. Also: hopp Schwiiz! Lass es doch Script Kiddies sein oder von mir aus den Schweizer “Anonymus” auf Wikileaks-Urlaub, aber keine Agentur. Oder nur eine, die sich daraus gründen will.Was aber, wenn ans Tageslicht kommt, dass es doch eine Agentur ist? Müssen sie dann den Regenschirm aufspannen? Ich bin zwar kein Meteorologe, aber die Vermutung liegt nahe, dass kein einziger Tropfen mehr kommen wird, denn das Liebenswerte stirbt in dem Moment und ein Happy End bleibt aus. Nur schon das angekündigte “Tool” im Interview macht es ein bisschen unromantisch. Aber an Product Placement haben wir uns ja schon gewöhnt und wir nehmen den CoopKindern die 10 Jahre “Coop.Liebe” ab. Weil wir es uns wünschen.
Deshalb: Nein, es wird keinen Regen geben.
Im Falle eines Fakes würden sie das ganze Potenzial, das sie aktuell noch haben als vermeintlich echte liebenswerte Superuser ziemlich doof verspielen.
Die Aura stirbt mit dem Stempeln.
Aber noch spielen sie das Spiel ja sehr poetisch.Gott, lass es weitergehen. Lass sie echt sein!
Obermutten – das Bauernopfer
23.Nov.11Warum Facebook Likers sammeln nichts mit Community Building zu tun hat – am Beispiel Obermutten.
Es war einmal ein Gemeindepräsident, der die Welt per Video-Botschaft aufrief, die Facebook-Seite von seiner Gemeinde Obermutten in Graubünden, eine der schönsten Ferienregionen der Schweiz, zu liken. Jedem Liker wurde versprochen, dass sein Facebook-Foto ausgedruckt an die Dorfwand geklebt wird. Seit Ende September 2011 haben sich von der Aktion weltweit 15′000 Likers begeistern lassen.
Schade, denn man könnte die Story auch so erzählen, dass der Gemeindepräsident tatsächlich der Held ist und auch länger als nur einen Augenaufschlag lang bleibt. Das unterscheidet dann die Art von Agenturleistung: Ermöglicht sie ihren Kunden eine nachhaltige Wirkung oder räkelt sie sich bloss im eigennützigen PR-Feuerwerk und dem Award-Regen, der von ihresgleichen verliehen wird? An dieser Stelle sei mal die Frage erlaubt: Was genau hat dann die Gemeinde Obermutten davon? Wie profitieren die 80 Einwohner von Obermutten, die fleissig die Facebook-Likers auf die Dorfwand geklebt haben?
Mal ganz ehrlich: Das ist Social Media-Unsinn! Und wie Tendenzen des Liker-Verhaltens auf Facebook zeigen: Das nachhaltige Interesse an einer Marke oder einer Aktion sinkt bei derartigen Aktionen, das Liking wird selektiver getroffen. Von Ambassadoren oder Markenbotschaftern kann nicht die Rede sein. Es sind hedonistische Kurzschluss-Entscheidungen, oft ohne jegliche Identifikation zu Produkt oder Marke. Es sind eigentlich klassische “News”, bei welchen Menschen rund um den Globus mit “Hello to Obermutten” antworten.
Nun kann man sich fragen, ob Nachhaltigkeit immer das Ziel sein muss? Wieso braucht es die Nachhaltigkeit überhaupt? Wer den Likern kurzfristig eine “gute Zeit” beschert, ganz in der Tradition von Werbekampagnen und Promotionen, hat doch seinen Job getan, oder nicht? So sieht das auch Ad Age und verleiht der Kampagne das Prädikat “the feel good campaign”. Zu mehr reicht es eben nicht.
Ich frage mich trotzdem: wer fühlt sich wirklich gut hier. So egal kann das einem Brand nicht sein. Social Media bergen das Potenzial von echten“Ambassadoren” – und diese lassen sich nur mit nachhaltiger Kommunikation gewinnen. Während Kampagnen à la Obermutten im besten Fall so etwas wie“One-Night-Stand-Ambassadoren” generieren, können wirklich nachhaltige Kampagnen Superuser hervorbringen, die mitdenken und langfristig aktiv sind. Nur: Das bedeutet Arbeit! Man muss sie gut und persönlich betreuen. Dranbleiben, Aufbauen, Investieren. Manchmal über Jahre.
Wir werden sehr oft mit “falschen” Erwartungshaltungen seitens Kunden konfrontiert, die von Social Media Beratern oder Werbeagenturen vermittelt wurden. Dann müssen wir sie mit der unangenehmen Wahrheit konfrontieren, dass bis zu 3 Jahren Aufbauarbeit nötig sind, um ihr Ziel zu erreichen.. Nicht selten flüchten sich dann Kunden mit der bestehenden Agentur in kurzfristige günstigere Facebook Aktionen, mit denen zwar Aktivität vermittelt, aber auf kein strategisches Ziel hingearbeitet wird. Die Ernüchterung wird auf diese Weise nicht behoben, sondern bloss verschoben. Die Ernüchterung, eigentlich 20′000 Likers zu haben, aber keinen einzigen Kommentar oder Like, wenn man die “Community” etwas fragt und wirklich gerne eine Antwort hätte. Die Ernüchterung, keinen einzigen kontaktierbaren Ambassador zu besitzen, weil die Liker eben nur wegen der Verlosung der Reise oder der Gratis-Tickets in der “Gemeinschaft” sind und keinen Auftrag erhalten haben, bei allfälliger Anfrage wieder aktiv zu werden – ganz normal, wie das bei zwischenmenschlichen Beziehungen so ist – auch in der realen Welt hat keiner Lust, nur auf Anfrage liefern zu müssen.
Wenn man die Regel ”1-9-90″ herbeizieht, sieht man schon die Dimension, die man erreichen muss. Um von einer aktiven Community sprechen zu können rechnet man: 1% sind Inhaltsgenerierer und aktive Community-Mitglieder, 9% geben Kommentare oder Bewertungen (Rating oder Liking) ab und 90% schauen einfach zu und surfen mehr oder weniger bewusst vorbei.
Wir haben mit Lyle Fong bei seinem letzten Besuch bei uns im Office über erwartbare Ambassadoren-Zahlen gesprochen. Lyle ist einer der Top Community Experten aus den USA und Gründer von lithium.com. Er entwickelt seit 10 Jahren Communities für Top Brands wie Logitech, Skype, Nokia, Best Buy, Sephora und hierzulande z.B. Swisscom und Avanex (Helsana). Lyle spricht von 20-50 Superusern, also “Ambassadoren”, bei Kundenstämmen solcher Firmengrössen wie die oben genannten. Es kann auch einmal auf 300 gehen, aber das ist nicht die Regel. Also wenn Swisscom z.B. 3.8 Mio. Mobile Kunden hat in der Schweiz, dann nehmen wir im Best Case 300 Superuser an; es resultiert also , eine Superuser / “Ambassadoren”-Quote von 0.008%.
- Die Instrumentalisierung von politischen Stakeholdern (Gemeindepräsident)
- Das Versteckspiel mit den Medien – diese Pseudo-Authentizität
- Das Hautpmotiv der Agentur, das von weitem spürbar ist: sie will in erster Linie einen Award gewinnen und Gratis-Werbung für sich selbst produzieren
- Die eigentlichen “Urheber” (Obermuttener) benutzt aber nicht gefördert und die Zielgruppe immer ganz breit also quasi undefiniert (wen sollte die Aktion begeistern und vorallem mobilisieren)?
Der Lobeshymnen der Blog-Artikel Kommentierer an die Urheber-Agentur der Obermuttener Facebook Aktion überdrüssig, habe ich diese beiden Kommentare verfasst. Darauf wiederum wurde ich von einem User zu Recht nach Beispielen mit Community Building gefragt, die ich gerne nachgeliefert habe:
@marius: sehr gern.
ipad.tages-anzeiger.ch > crowdsourcing commenting wall seit 6 monaten in stetem austausch mit usern über verbesserungen der tagi ipad app. superuser evaluiert. auch “hater” zu konstruktivem commenter bewegen können. community von anfang an in der tradition der tagi-leser: kritisch, aktiv, textfreudig aufgenommen und kampagne darauf aufgebaut. massiv mehr traffic aus dem interesse generiert als über werbekampagne. media wäre ohne die special-deals, die tagi möglich waren, in keinem verhältnis zu performance gestanden. community ist dreimal wunderbar konvertiert: interessenten > commenter/newsletter > downloader > abos (was extrem hart ist, weil paid content). wir bleiben dran.freestyle.ch – nach 3 jahren content arbeit und traffic nur langsam wachsend hat die community bereits im märz über den aufruf für VIP tix, die limitierten 1000 plätze innert 1 woche im vorverkauf leergekauft. also die wichtigste zone bereits im märz verkauft und nicht wie früher bis kurz vor dem event zittern, ob wohl der ticket vorverkauf funktioniert. darüber hinaus leistet die interne social media verantwortliche beste arbeit z.b. in sachen crowdsourcing für merchandising artikel und die digitale coverage ist seit unserem digitalisierungs vorstoss und community ansatz um ein vielfaches gestiegen. nehmen wir die anzahl likers: 43’000 (vor 3 jahren waren wir bei 8’000). wir haben den vorstoss gewagt nicht nur eine website zu machen sondern freestyle.ch 365 tage zugänglich und erlebbar zu machen.
mehr beispiel gerne auf anfrage bei mir.
Gerne setzen wir uns mit Neudenkern an eine Tisch und diskutieren neue Wege zum Konsumenten und über Bottom-Up Strategien. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier und für spontane gibt es hier den Live-Chat.
“Making of” Victorinox 360°-Unterwasser-Film
10.Nov.11Wie vermittelt man Duft digital in einer Kampagne, welche die Marke Victorinox und „Swissness“ stimmig und innovativ erlebbar macht?
Indem den Usern eine Erlebniskette geboten wird, die über den Bildschirm hinausgeht: fresh.victorinox-fragrances.com
coUNDco hat zusammen mit der Berliner Agentur PANORAMA3000 eine Online-Kampagne entwickelt. Die Gesamtverantwortung für die Kampagnenproduktion lag bei coUNDco Zürich und wurde in der Projektleitung unterstützt von Nicole Schnell.
Ziel der Kampagne ist es, bei den Usern nicht nur Aufmerksamkeit zu wecken, sondern sie darüber hinaus zu bewegen, ein Duft-Muster zu bestellen. Damit das Duft-Muster nicht sofort im Papierkorb landet, wurde zusammen mit fontanahunziker viel Sorgfalt in die Entwicklung der Duft-Musterbox gesteckt. Das Ergebnis entspricht dem Qualitäts- und Innovationsanspruch von Victorinox.
Neben der Storyline mit dem 360°-Unterwasser-Film wurde auch eine Online Sales-Kampagne in Deutschland und Frankreich aufgesetzt, um noch direkte Verkaufsförderung über die Weihnachtstage zu betreiben.
Die Kampagnen-”Protagonisten”
1. Man nehme den schönsten Schweizer Bergsee: Cauma See, Flims/Laax, Schweiz
Crowdsourcing – Macht der Doofen?
19.Sep.11Wer Crowdsourcing als Methode mit “billigen Arbeitskräften” und “gratis Ideen” versteht wie im Artikel in der Sonntagszeitung vom 4. September von Simone Luchetta, der wird voraussichtlich nur ein Crowdsourcing Projekt machen.
Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis mit Community Building und Crowdsourcing.
Was sagt uns Wikipedia?
Wikipedia auf Deutsch zieht in der Einleitung auch eher in Richtung “gratis”, fängt sich dann aber wieder in der vertieften Ausführung über die Themen der Motivation und der Vergütung der geleisteten Crowd-Arbeit. Die englische Wikipedia Defintion ist da kürzer aber auch klarer in der Abgrenzung zum kommerziellen Vorteilsdenken ausSicht der Firmen.
Frau Luchetta von der Sonntagszeitung scheint aus der ALLES-GRATIS-Haltung aber mehr angetant.
“Crowdsourcing” von Jeff Howe
2006 erstmals als Begriff in seinem Artikel “The Rise of the crowdsourcing” Magazin WIRED verwendet definiert er wie folgt:
It is an open call to an undefined group of people, it gathers those who are most fit to perform tasks, solve complex problems and contribute with the most relevant and fresh ideas. (wikipedia)
Henk van Ess legte 2010 nach:
“Crowdsourcing is channelling the experts’ desire to solve a problem and then freely sharing the answer with everyone.”
…und weiter in Wikipedia
(…)this labor is well compensated, either monetarily, with prizes, or with recognition. In other cases, the only rewards may be kudos or intellectual satisfaction.
Die Königsdisziplin des Community Buildings
Also von gratis kann keine Rede sein. Allein in den Definitionen haben wir ganz andere Keywords, als “billig” und “gratis”. Es sind viel mehr:
- Experten
- Erwartungen
- Lösungen
- Probleme/Herausforderung
- Verbesserung
- Relevanz
- Teilhaben/beitragen
Crowdsourcing ist die Königsdisziplin im Community Building und das faire Rewarding (Vergüten des geleisteten Beitrags) der Erfolgsfaktor Nr.1 und genau so wichtig wie der Erstkontakt (der Aufruf, die Einladung) an die Crowd (Projekt-Team). So vielfältig die Bedürfnisse der Teilnehmer, so vielfältig die Erwartung “entlöhnt” zu werden. Für den einen ist es die Möglichkeit bei seiner Lieblingsmarke eine Rolle spielen zu dürfen (Status), beim anderen kommt er einfacher an Insider-Informationen für seinen Blog (Bequemlichkeit), der Dritte will sicher sein, dass seine Produktwahl die ökologischste ist und prägt sie mit (Sicherheit) und der Vierte mag den Gutschein (Profit) oder die seltenste Variante: Cash. Cash ist alleine wegen dem administrativen Aufwand, die komplizierteste Vergütung. Z.B. in einer Crowd Micro-Money (Kleinstbeträge wie z.b. 5$ pro Teilnehmer) zu verteilen steht in keinem Verhältnis zum Aufwand. Daher oft der Entscheid für Gutscheine.
Firmen, die Crowdsourcing als Gratis-Arbeitskraft denken und umsetzen, sind nach 1 Runde aus dem Spiel. Denn die User sind nicht doof. Und sie organisieren sich und es kann gut zum Boomerang werden, wenn der Umgang mit der Crowd nicht zuvorkommend und ihnen im Grunde dienend aufgesetzt ist.
Mit der in der Sonntagszeitung propagierten Gratis-Haltung wird Crowdsourcing kein Zukunftsmodell sein.
Überraschend, dass der Initiant des Themas der Werber Alexander Jaggy, von Jung von Matt/Limmat, diesen Artikel abgesegnet hat. Also alles nur Werber-Buzz und sieht er “seine Crowd” des preisgekrönten Migipedia als einfache gratis Arbeitskräfte? Alles nur Werber-Selbstzweck?
Auszüge aus der Sonntagszeitung

Der Titel lässt nichts gutes verheissen...

…der Einstieg in den Artikel bestätigt die falsche Richtung...

Wenn das “Projekt-Team” gleich zum Kaufen verdonnert wird, dann werden sich wenige zur Teilnahme entscheiden.
Wichtiger ist die Crowd so einzubinden, dass Sie begeistert sind und motiviert ihr Netzwerk über ihren Beitrag zu informieren.
Meistens sind das dann die Käufer erster Stunde.
Austausch mit dem Chief Community Officer
20.Jul.11Aus dem coUNDco Newsletter:
Joe Cothrel ist Chief Community Officer des Social CRM Anbieters Lithium (Mehr über Joe). Auf seiner Reise in die Schweiz an das Swiss CRM Forum , wo er über “Serving the “Social Customer” – how to find and engage with your influencers” sprach, hat er einen exklusiven Stopp bei coUNDco gemacht für den Austausch über Community Building und die Herausforderung die richtigen Leute, mit der richtigen Einladung für eine Sache zu begeistern und zu Botschaftern zu machen. Bilder des Treffens und ein paar interessante Facts gibt es hier.
+ Noch keinen coUNDco Newsletter erhalten? Hier abonnieren.
Es war ein wunderbarer Austausch mit einem Senior seines Faches. Unzählige Communities hat er schon erfolgreich aufgebaut und seine Mitarbeiter sind Community Success Manager und kümmern sich um den Community Health Index. Alles klar? Als Freund der gelebten Buzz-Words musste man gar nicht lange herumschnöden und pikierte Kommentare abgeben, denn Joe meint es ernst und sein ganzer Einsatz gilt der Gemeinschaft, die sich um ein Thema bilden soll. Besprochen wurde ein Plattform-Projekt, welches auf Lithium basiert. Und diskutiert wurde, wie wir über das Tool hinaus vorallem die Menschen, die diese Plattform nutzen und mitgestalten sollen, ansprechen und einladen mitzumachen. Es wurden vorallem Fragestellungen formuliert. Mit welcher der diversen Ansprechgruppen sollte begonnen werden. Wie soll diese eingeladen werde zu partizipieren und wie funktioniert eine Bekanntmachung zur Teilnahme? Top-down? Bottom-Up?
Herausgefunden haben wir, dass es eine Frage der Reihenfolge ist. Das eine tun, das andere nicht lassen. Bedeutet also IMMER Bottom-Up starten. Konkret: Nicht reichweitenstark mit Werbung bestrahlen und hoffen, dass irgendwann jemand weichgekocht teilnehmen will, weil er überredet wurde. Mit wenigen beginnen und nur schon bei diesen mit der richtigen Einladung Interesse wecken. Von innen wachsen. Vom Interesse des Einzelnen. Herauszufinden ist zuvor noch wie gross der Wirkungsbereich des Einzelnen ist, ob in der Summe das Nach-Aussen-Tragen Potential hat oder man noch geduldiger als schon vorgeahnt sein muss.
Von Joe haben wir lernen dürfen:
- 5-10 Posts auf einem Diskussionsboard oder einer Wall (Question oder Answer) lassen auf eine lebendige Community schliessen (Der Algorithmus zur Berechnung des Lithium Community Health Index berücksichtigt weit mehr Faktoren und ist so gut gehütet wie Googles Such-Algorithmus und das Coca Cola Rezept)
- Online PR mit Verlinkung auf die zu bildende Community hat klar Priorität gegenüber der klassischen PR bei einem Launch. 90% des generierten Traffics durch klassische PR passiert am Erscheinungstag und hält max. 24 Stunden, der Online Artikel dazu vermag dann keinen Druck mehr nachzuliefern. Daher sind Artikel von mehr oder weniger einflussreichen Bloggern und Teilnehmern an der neuen Community zu priorisieren, da diese über Wochen wirken können.
Wir haben seit dem Treffen in der Strategie-Arbeit immer wieder das Bottom-Up Vorgehen geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass dies eines der mächtigsten Instrumente für Werbung, Marketing und Community Building ist. Aber eine Regel ist klar: Wer Bottom-Up startet hat einen nachhaltigen Ansatz in der Kundenbeziehung lanciert und muss sich über die gewohnte Kampagnen-Dauer hinaus strategisch Gedanken machen. Bottom-Up ist etwas für Entschlossene.
Die Diskussion geht weiter. Im Juli wird noch der CEO von Lithium persönlich, Lyle Fong, bei uns für einen Tages-Workshop vorbeikommen. Wir freuen uns auf den regen Austausch mit den Community und Gamification Spezialisten aus den USA und sind gespannt, was die Schweiz davon umzusetzen wagt.
Mehr über Joe Cothrel
Joe Cothrel, Chief Community Officer, Lithium
In 1996, Joe conducted the first comprehensive research study into successful practices for managing online communities. Since then, he’s worked as a consultant and researcher with nearly 300 companies using online communities to create more productive relationships with customers, partners, and employees. For Lithium Technologies, Joe has played a key role in launching successful communities for large, enterprise companies such as Barnes & Noble, Comcast, Juniper Networks, Linksys, PayPal, Symantec, and many others. He has been quoted in CIO, Computerworld, the New York Times, the Wall Street Journal, Forbes and Fortune. His work has been cited in more than 50 books on the subject of online community, collaboration, commerce, and knowledge management. www.Lithium.com
Mut zu Social Media mit dem passenden Budget
07.Jun.11An der 2. Social Media Konferenz des internet-briefing.ch hat Florian über “Mut zu Social Media mit dem passenden Budget” gesprochen. Nachfolgend die Präsentation und 2 Interviews vom Anlass:
Florian Wieser Internet-Briefing Social Mediakonferenz from Reto Hartinger on Vimeo.
Kommentar auf Anfrage von travelbrain.ch zu Google Offers
04.Feb.11Adrian Matt, der fleissige Social Medianer und smarte Travel Berater von travelbrain.ch stellt immer wieder die kniffligen Fragen. Diesmal hat er in seinem Blogbeitrag “Google – und wieder einen Pflock in der Touristik eingeschlagen!” zur Diskussion gestellt wohin die Reise geht mit Google offers. Er hat mich angefragt, ob ich einen Comment hinterlassen möchte. Aber natürlich, dachte ich und wollte in wenigen Sätzen meine Einschätzung zum Besten geben. Aus kurz wurde lang, soviel sei gesagt. Und aus anfänglich begeisterter Neugierde wurde das Thema plötzlich schwer und bekam mit jeder Google Suchabfrage und Vertiefung mit dem Thema einen noch bittereren Beigeschmack.
Facebook Places is Here!
19.Aug.10![]()
Heute nacht ist der neue Facebook Dienst “Places” aufgeschaltet worden. Leider in der Schweiz müssen wir uns gemäss der Meldung in der App noch Gedulden. Die grosse Frage ist nun: Was passiert mit Gowalla, Foursquare & Brightkite?
Werden die von Microsoft oder News Corp. gekauft? Oder wer könnte die nun gut gebrauchen? Oder werden sie sich selbstständig weiterhin behaupten können? Oder kommt es zu offiziellen Kooperationen zwischen Facebook und den Location Based Playern? Deren Asset ist sicherlich all die Geodaten der User, wo sie Facebook um einige Jahre voraus sind. Nur wenn man rein die Entwicklung der Nutzung von Facebook über mobile Geräte anschaut, nämlich 100 Mio. User bis heute und vor 6 Monaten noch 65 Mio. – dann sagen wir: Let’s start the race!
Hier Link zum official Blogpost: http://blog.facebook.com/blog.php?post=418175202130
coUNDco Online Trends 2010 (reviewed)
08.Mai.10Gemäss dem Magazin Internet World Business wird sich 2010 mit folgenden Trends befassen:
- Social Media Applications
- Mobile Applications
- Usability Optimierung
- HTML 5.0
- Ajax Webdesign
- Augmented Reality
- Video-Implementierung
- Location Based Services
- Erfolgskontrolle / Conversion Rate Optimierung
- Silverlight 4
«Nach dem ersten Quartal des aktuellen Jahres sind einige Bewegungen ersichtlich, die uns eine wahrscheinlichere Trendliste zusammenstellen lassen als noch anfangs Jahr.» Florian Wieser, Partner coUNDco
Nachfolgend unsere coUNDco Online Trends für 2010:
- Mobile Applications – Die mobilen Anwendungen werden explodieren! Der Wettlauf zwischen iPhone Apps und Android hat erst begonnen. Die Bedürfnisse der User sind noch nicht reflektiert. Hier kann man viel gutes, neues und spannendes erwarten.
- Mash-Ups – Immer mehr Daten sind öffentlich Zugänglich und können daher neu gemixt und dargestellt werden auf Karten (Gastro Tipps), als digitale Magazine (RSS-Feeds) oder als Informations Cockpits (iGoogle)
- Social Media Applications – Hier braucht es noch einige Tests bis klar ist wie sich User begeistern lassen und bei was sie mitmachen und mit welchen Zahlen man vorallem rechnen kann. Was momentan als Marketing-Spielereien versucht wird wird erwachseneer werden und der Nutzen wieder mehr ins Zentrum gerückt. Die Business Anwendungen sind noch nicht entwickelt.
- Monitoring & Controlling – Mit dem Essen kommt der Appetit. Dass online gnadenlos messbar ist ist auch langsam in die letzten Marketingabteilungen vorgedrungen. Die mutigen unter den Marketern wollen nun noch mehr gemessen haben und der Wunsch nach dem einen Cockpit, wo Erfolg oder Misserfolg einer Aktion/Massnahme ersichtlich ist wächst mit jedem Quartal.
- Real Time - Die Echtzeit Kommunikation wird immer stärker mit den mobilen Devices, mit denen man z.B. Ort & Message in die Networks publizieren kann (Gowalla, Foursquare)
- Alerting – Die User lassen sich gerne Informationen passive zukommen. Sie haben gerne die Wahl, aber wenn sie sie getroffenhaben ist der Kanal für direkte Ansprache offen (Es ist eine Weiterführung des Newsletters – die Mobile Pushes)
- Conversation Marketing - Die “Gieskannen Taktik” wird an Effektivität weiter verlieren. Nur wer die fragementierten Interessensgruppen einzeln bedienen oder auf einer Plattform vereinen/mobilisieren und dazu die Conversation authentisch führen kann wird nachhaltige Erfolge erzielen.
- Location Based Service - Der Ort wird immer wichtiger. Neben dem “Ich bin hier” kann man mit dem Ort für viele Marketing Aktionen einsetzen, ob vom Gutschein über die Strasse als Push gesendet oder den Welcome Drink für die meisten “Check-Ins” (Ich binhier Bekundungen über z.b. Gowalla)
- Medien Konvergenz – Crossmedia, Cross Channel, Cross Story…die vernetzte Kommunikation wird die Königsdisziplin. Alle Medien (Video, Bild, Text) stehen zur Verfügung, alle Channels sind in den letzen Jahren aufgebaut worden (youtube, flickr, twitter, facebook), die mobilen Devices werden immer besser nutzbar. All das wird uns in Zukunft neue Wege der Kommunikation und der Touchpoints mit dem Kunden ermöglichen. Wer früh übt wird später immer eine Nasenlänge voraus sein.
- Video Produktionen & Nutzung - Das Bewegtbild wird sich bewegen müssen! Die beschwerlichen Produktionsprozesse müssen neu gedacht werden, neue Storylines medienadäquat entwickelt. User Generated Content (UGC) muss überdacht werden und das lineare “TV zu Couch Potatoe” (leanback) wird sich zu einem aktiveren Dialog hinbewegen (lean forward) über Video auf mobilen Devices oder mobile Devices während der TV läuft. Das Rauschen rund um einen TV Event oder eine Sendung ist praktisch noch ungenutzt. Die Website zur Sendung wird nicht reichen, weil sich der User dort austauscht, wo er sich auch sonst online aufhält.
Facebook Gruppe für Agentur Jobs Schweiz
16.Feb.10coUNDco eröffnet die Facebook Gruppe «Agentur Jobs Schweiz». Zweck der Gruppe ist das Recruiting zu vereinfachen und in einer Gruppe des Vertrauens auch die passenden Talente zu finden. Soviel zur Sicht als Agentur-Inhaber. Für Jobsuchende ist wiederum garantiert, dass aus den Netzwerken der Inhaber auch die richtigen Entscheider und Interessenten an Talenten mitlesen.
Die Gruppe beschreibt sich wie folgt:
Die einen wollen einen Job, die anderen haben einen Job. Vom Traum-Job bis zum Traum-Mitarbeiter. In den Creative Industries, wie sie so schön heissen in neudeutsch: Die Online Agentur Werbe Agentur, Event Agentur, PR Agentur, Kommunikations Agentur, Design Agentur und alle anderen Spezialisten und Nischen Agenturen in diesem wunderbaren Tummelfeld der Medien- & Kommunikationsjobs.
Der Start war gut: 200 Members innert 48 Stunden. Jobs ist nicht umsonst jeweils in den Top10 von search.ch – das Thema interessiert. Der Gruppe beitreten.
coUNDco war an der dmexco in Köln
25.Sep.09dmexco: Die Messe für digitales Marketing in Köln 2 Tage – vollgas. Inspirationen, Bestätigungen und Entdeckungen – alles war dabei. Deutschalnd ist schnell, vorallem im Performance Bereich. Die Deutschen haben definitiv den grösseren Druck, ihre Aktivitäten belegen zu müssen und jede Online Werbe-Euro Investition verargumentieren zu können. Das bringt uns in der Schweiz in die wunderbare Lage durch Tools und Partnerschaften mit dem grossen Kanton auf der Überholspur einen Gang höher zu schalten und Performance Marketing als Firstmover anzugehen. Soviel sei verraten und darf erwartet werden.
Passend dazu wird ab 1. Oktober coUNDco online Mediaplanung inhouse machen und holt sich dazu den Fachmann vom grössten Newsportal der Schweiz.
Aber zurück zur dmexco: Auf den Spuren von AdManagement Systemen, Affiliate Marketing Partnern, SEO, Marktforschungstools und -unternehmen konnten wir den einen oder anderen spannenden Kontakt knüpfen. Mobile Marketing mässig war wenig vorhanden, was eher überraschte.

Grosses Business erhoffen sich einige von VideoAds, wo sie das Potential in dem Panel (siehe obiges Bild) auf 15 mio. Euro für 2010 schätzen. Im Panel waren Vertreter von Kyte, smartclip, SevenOne Media, eyeblaster, brightcove, universal music & zed digital. Moderiert wurde das Panel von einer nervösen Dame vom w&v (einfach zuviel Print im Blut die Dame).
gastrofacts Fachartikel: Online-Werbekampagnen
06.Apr.09Der Artikel erschien im gastrofacts Business-Magazin, dem Magazin der grössten Schweizer Gastroplattform www.gastrofacts.ch. Der Artikel richtet sich an Marketingfachleute aus Gastronomie, Hotellerie und der Zulieferindustrie. Das enthaltene Wissen soll die Möglichkeiten des Online Werbens vertieft aufzeigen und ermutigen, erste Schritte in diese Richtung zu tun.
Im letzten Business-Magazin ging ich auf die generellen Vorteile des Online-Marketing ein –und zeigte, mit welchen Denkweisen Marketingfachleute den neuen Herausforderungen begegnen müssen. In diesem Teil beschäftige ich mich mit den Möglichkeiten und Umsetzungen von Online-Kampagnen und Online-Werbung.
Verhalten und Einstellungen bei Online Promotions
28.Mär.09Eine Studie der twyn group in Zusammenarbeit mit Marketagent.com zeigt Verhalten und Einstellung von Online Promotion Teilnehmern auf.
Wichtig ist wie und in welcher Form der User (Teilnehmer) motiviert werden kann. Wie entlockt man ihm ein Involvement mit dem Produkt oder Service? Was braucht er dafür? Wie sieht ein optimales Umfeld für eine Promotion aus? Warum nehmen User an Online Promotions bzw. Aktionen auf Websites teil und welchen Effekt haben solche Online-Kampagnen tatsächlich auf das Kaufverhalten der Zielgruppe nach der Teilnahme?
Chihuahua Hunde-Casting über Facebook
26.Mär.09Wo sucht man Chihuahua-Besitzer für die Kinopremiere von Walt Disney’s tierischem Werk «Beverly Hills Chihuahua»? Genau: Beim Chihuahua-Verein Limmattal und dem Hunde-Club Schweiz. Und dann? Eben.
Facebook in Zahlen 2009
18.Jan.09Wenn man von Facebook spricht sind die Attribute meist Hype, Epidemie oder unglaubliche Selbstdarstellung. Was sind die Zahlen hinter dem erfolgreichsten online Netzwerk aller Zeiten?
Verbote sind die falsche Reaktion auf Social Networks
23.Dez.08Nach der CS, UBS und AXA Winterthur hat auch die SBB Facebook aus dem internen Firmen Netzwerk verbannt. Die Mitarbeiter sollen arbeiten und nicht doof im Facebook virtuelle Torten oder G-Strings an Freunde senden.
Warum eigentlich nicht? Was, wenn die digitale Aktivität für das Unternehmen einen «Wert» hat? Und wie könnte der Wert aussehen?
Dealing With CSS Caching
16.Dez.08I think every web worker has trouble with cached data once in a while and so do we at coUNDco. Recently we had two cases of persistently cached CSS files. Caching depends on the webservers caching policy, but there’s a solution to the problem, regardless of webserver configuration.
gastrofacts Fachartikel: Online Marketing starts here
25.Apr.08Der Artikel erschien im gastrofacts Business-Magazin, dem Magazin der grössten Schweizer Gastroplattform www.gastrofacts.ch. Der Artikel richtet sich an Marketingfachleute aus Gastronomie, Hotellerie und der Zulieferindustrie.
Der Artikel zeigt die Grundlagen und neuen Denkweisen durch Online Marketing auf und soll ermutigen, erste Schritte in diese Richtung zu tun.






