Sie lesen…
Sind die CoopKinder “Obernutten”? geschrieben am 03.01.12 von F.Wieser.
In diesem Beitrag werden Themen wie authentisch, Community Building, coop, coopKinder, echt, Kommentar, nicht migros, obermutten, social media, su franke, superuser besprochen.
Der Autor
Sind die CoopKinder “Obernutten”?

@SuFranke geht nach der Obermuttener Ernüchterung dem potentiell nächsten Agentur-Versteckspiel genauer auf den Grund – den @CoopKindern.
Zur Erinnerung: Der sympathische Gemeindepräsident von “Obermutten”, einem Dorf mit 80 Einwohnern im Graubünden, hat eine Facebook-Aktion lanciert. Nur stand nicht er hinter der Aktion sondern eine Werbe-Agentur. Die Kampagne mit Graubünden Tourismus hat zwar globale Reichweite erlangt, aber aus Sicht einer nachhaltigen Kampagne und der verpassten Community Building Chance versagt.
Su Franke, Ihres Zeichens Corporate Communicatorin, hat die @CoopKinder interviewt. Anonym über ein Google Doc und einer nicht nachverfolgbaren Gmail-Adresse. Auf Ihren Artikel habe ich folgenden Kommentar beigetragen und die coopKinder haben auch promt reagiert:
Danke @su für Deinen Beitrag.
Der Druck auf die CoopKinder steigt nun mit dem Kommentar von SL (Namenskürzel von einem der coopKinder). Man wünscht sich, nicht enttäuscht zu werden und die “crazy story” von Superusern, die aus eigenem Antrieb eine Brand Community aufbauen, erleben zu dürfen. Und ja, es gibt sie, die Superuser! Nur sind sie eine rare Spezies und der Zeitpunkt, wann sie sich zeigen, ist selten planbar. Diesmal kommen sie also selbstmotiviert, weil ihr Lieblings-Detailhändler Social Media zu verschmähen scheint. Wahrscheinlich befindet sich Coop gerade in der “listening-phase” (Monitoring) einer ausgeklügelten Social Media Strategie. Es würde der Schweiz gut stehen, im ganzen Likers-Sammel-Wahn der Marketingabteilungen eine Superuser-Romanze mit einer der grössten nationalen Marken vorzeigen zu können. Also: hopp Schwiiz! Lass es doch Script Kiddies sein oder von mir aus den Schweizer “Anonymus” auf Wikileaks-Urlaub, aber keine Agentur. Oder nur eine, die sich daraus gründen will.Was aber, wenn ans Tageslicht kommt, dass es doch eine Agentur ist? Müssen sie dann den Regenschirm aufspannen? Ich bin zwar kein Meteorologe, aber die Vermutung liegt nahe, dass kein einziger Tropfen mehr kommen wird, denn das Liebenswerte stirbt in dem Moment und ein Happy End bleibt aus. Nur schon das angekündigte “Tool” im Interview macht es ein bisschen unromantisch. Aber an Product Placement haben wir uns ja schon gewöhnt und wir nehmen den CoopKindern die 10 Jahre “Coop.Liebe” ab. Weil wir es uns wünschen.
Deshalb: Nein, es wird keinen Regen geben.
Im Falle eines Fakes würden sie das ganze Potenzial, das sie aktuell noch haben als vermeintlich echte liebenswerte Superuser ziemlich doof verspielen.
Die Aura stirbt mit dem Stempeln.
Aber noch spielen sie das Spiel ja sehr poetisch.Gott, lass es weitergehen. Lass sie echt sein!

